In der karibischen See

Sonntag, 27. Januar 2008 20:01

Wieder einmal ist es Sonntag. Die letzten drei Tage und Naechte waren Segelvergnuegen pur. Schmetterlingssegeln in einem durch - ohne Squalls mit heftigem Regen und hohen Wellen. Seit dem Start nimmt der Vollmond ab und erleuchtet jede Nacht die See. Zwischen Sonnenuntergang und Mondaufgang verfinstert ein pechschwarzer Himmel die See und den Horizont, so dass man nie weiss, was sich vor einem befindet und einen auf gut Glueck durch die Fluten gleiten laesst. Dafuer funkeln die Sterne in einer Klarheit, die beeindruckt. Auf Sternschnuppen warten wir in diesem Gebiet vergebens. Statt Wellenbergen haben wir nur Wellenhuegel mit ganz kleinen Schaumkronen, Wind von 13 bis 23 Knoten und so rauschen wir mit 6,8 Knoten Geschwindigkeit dahin. Tagsueber wechseln sich kleine Wolken mit viel Sonne ab. Da die VIVA nicht sehr viel rollt, gestaltet sich die Fortbewegung auf dem Boot problemlos. Auch ruhiges Lesen oder entspanntes Musik hoeren gehoeren zum Programm. Was fuer ein Unterschied zur Transatlantiktour (s. vorherige Berichte im Dezember). Die lezten zwei Tage bekamen wir Besuch von zwei zutraulichen Voegeln, die sich auf der Rettungsinsel fuer die Nacht ausruhten, ihr Gefieder putzten, ein wenig schliefen und dann am fruehen Morgen davonflogen. Auch fliegende Fische sind an der Tagesordnung. Manche landen auf unserem Deck und koennen nur noch tod dem Meer zurueckgegeben werden. Das Bergfest ist bei 1170 Seemeilen ueberschritten, und es sind jetzt noch knapp 550 Seemeilen bis Cristobal-Shelter Bay, der wir uns mit 7,3 Knoten (27.1.08 14.00) naehern.